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Dieses Fest war anders!
Zu "Helferfesten" haben wir Malteser ein zwiespältiges
Verhältnis. Sicherlich ist es schön, mit Helfern aus anderen Zügen oder
Fachdiensten außerhalb des Einsatzalltages einen ausgiebigen Plausch zu halten;
spannend auch, fern der fachlichen Ebene, Persönliches von den ehrenamtlichen
und hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen zu erfahren. Besonders die "Alten
Hasen (und Häsinnen)", vielleicht gesundheitlich in ihrem bisherigen Engagement
gebremst, können aber wie niemand anderes die alten Zeiten mit lustigen und
ausgefallenen Anekdoten wieder beleben. Doch auf dem eigenen Fest ist jeder
zugleich auch Gastgeber und darf nicht nur einfach Gast sein. Viele Besorgungen
sind im Vorfeld zu tätigen, alle Altersgruppen sind zu berücksichtigen und bei
den Einladungen darf niemand vergessen werden. Die "unbeteiligten" Gäste sind
nämlich auch bei uns Maltesern die schärfsten Skeptiker und Kritiker.
Dieses Fest war anders! Nach dem honorigen und gelungenen Festakt
in der Residenz und der öffentlichkeitswirksamen Präsentation unserer Einheiten
und Angebote auf dem Paradeplatz hinter dem Würzburger Dom waren alle
Malteserhelfer zum gemeinsamen Abschluss der Feierlichkeiten zum 40jährigen
Bestehen der Malteser in der Diözese Würzburg eingeladen. Es kamen
Rettungsassistenten und Schwesternhelferinnen, Fernmelder und Ausbilder,
Sanitäter und Verwaltungsangestellte, Hauptamtliche und Ehrenamtliche. Und sie
kamen aus Estenfeld und Hesselbach, Abersfeld und Donnersdorf, Haßfurt und
Schweinfurt, Grafenrheinfeld und Thundorf, Tiefenthal und Unterpleichfeld,
Greußenheim und Leinach, Lohr und Miltenberg, Rottendorf und Aschaffenburg, Bad
Kissingen und Bad Neustadt, Ebenhausen-Oerlenbach, Hendungen und Kahl,
Mellrichstadt und Oberstreu, Nüdlingen und Würzburg.
Nachdem die "Alte Liebe" um 17.00h zum entern freigegeben war,
bevölkerte bald darauf die bunt zusammen gewürfelte Malteserfamilie beide
Unterdecks und das Freideck. Ungewöhnliche Personenkonstellationen fanden an
gemeinsamen Tischen Platz. Viele nutzten auch die Gelegenheit, sich mal hier mal
da für ein Gespräch niederzulassen.
Dieses Fest war anders! Denn nach der Abfahrt gen Veitshöchheim
ergriff unser scheidender Diözesanleiter Baron Bechtolsheim das Bordmikrofon und
lies aktuelle und längst vergangene Maltesergeschichte in der Diözese Würzburg
Revue passieren. In bewährter und lieb gewonnener Weise - manch einer erinnerte
sich dabei an die Rombehindertenwallfahrten - gab Baron Bechtolsheim seine Abschiedsrede, einen Abschied bei uns Helfern am Ende
seiner außerordentlich professionellen, engagierten und warmherzigen Amtszeit
als Diözesanleiter. Wie zu erwarten war, dauerte seine Rede bis weit hinter
Veitshöchheim an, aber auch diese Eigenart werden wir vermissen. Sicherlich kam
das leibliche Wohl ebenfalls nicht zu kurz. Zwei reichhaltige Buffets mit
deftigen und feinen Speisen konnten jedoch nicht jeden seiner Gesprächsrunde
entreißen.
Dieses Fest war anders! Die Örtlichkeit "Schiff" versprach, dass
für alle der Abend zum gleichen Moment begann und endete; keine Nachzügler und
keine Helfer, die aufgrund anderer Verpflichtungen "etwas eher" unsere
Zusammenkunft verlassen konnten. Zum Wettstreit der Stadt- und Ortsbeauftragten
füllte sich der Salon dann nach dem opulenten Essen noch einmal: gemäß der
TV-Vorlage "Wer wird Millionär?" scharten sich alle "Kandidaten" um eine perfekt
inszenierte und authentische Projektion mit kniffeligen Fragen aus dem
Themenkreis der Malteser in der Diözese: Personen und Ämter, Namen und Knigge,
Gründungsdaten und medizinisches Wissen waren gefragt und attraktive Preise
fanden zufriedene Gewinner: Reanimationspuppen, Fortbildungswochenenden und
viele Gewinne mehr. Allen Organisatoren und Helfern, ohne die auch dieses Fest
nicht möglich gewesen wäre, sei an dieser Stelle im Namen aller noch einmal
herzlich gedankt.
Dieses Fest war besonders!
Christian Markus
stv. Stadtbeauftragter Würzburg
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