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Malteser Würzburg

Malteser trauern um ihren Gründungsvater Richard-Franz Freiherr von Bechtolsheim – „Diözesanleiter der Herzen“

30.01.2018
Die Malteser in der Diözese Würzburg trauern um ihren langjährigen Diözesanleiter Richard-Franz Freiherr von Bechtolsheim. Noch im September hielt er beim Jubiläum der Gliederung Thundorf (Landkreis Schweinfurt) eine sehr emotionale Rede vor seiner „Malteserfamilie“

Unterfranken. Der langjährige Malteser Diözesanleiter, Richard-Franz Freiherr von Bechtolsheim ist am Mittwochmorgen nach längerer Krankheit verstorben. Die Malteser in der Diözese Würzburg trauern um ihren Gründungsvater, der von 1962 bis 2002 die ehrenamtlichen Aktivitäten in der Diözese prägte. Den Beginn seines Malteser-Engagements hat von Bechtolsheim immer als „Fingerzeig Gottes“ bezeichnet, so unverhofft kam er 1962 zu seinem Amt. Mit Elan und viel Herzenswärme stürzte er sich in diese neue Aufgabe und unter seiner Leitung entwickelte sich die Hilfsorganisation in der gesamten Diözese von einer kleinen Neuerscheinung im katholischen Vereinsleben zu einem der großen Anbieter von Erste-Hilfe-Kursen, zum angesehenen Partner in Rettungs- und Sanitätsdienst und im Katastrophenschutz. Bechtolsheim war es darüber hinaus, der 1980 die Gründung der Malteser Jugend und 1991 der Malteser Hospizarbeit förderte sowie seit 1992 die Malteser Sozialküche in St. Petersburg mit aufbaute. Trotz seiner beruflichen Belastung war der studierte Volkswirt und Landwirt stets nah am Helfer. Er interessierte sich für die Anliegen der Ehrenamtlichen und hatte immer ein offenes Ohr auch für die hauptamtlichen Mitarbeiter. Dadurch war er bei allen Maltesern in der Diözese geschätzt und beliebt. Schon 1973 wurden ihm sein „unkompliziertes Wesen, die Klarheit seines Urteils und seine persönliche Integrität“ bescheinigt. „Ich möchte durch Beispiel Aufmerksamkeit erregen, im Sinne der Religion arbeiten, mich beispielhaft verhalten“, erklärte Bechtolsheim einmal in einem Interview die Motive für sein jahrzehntelanges Engagement und dass er „Solidarität mit allen Hilfsbedürftigen, Kameradschaft aller Helferinnen und Helfer und Rücksichtnahme als christliche Werte vorleben“ wolle. Dies prägte sein Wirken als Diözesanleiter, und auch in der Zeit nach seinem Ausscheiden aus dem Amt suchte er den Kontakt zu seiner „Malteser-Familie“, freute sich über jede Begegnung mit Ehren- und Hauptamtlichen. So wurde er im Laufe der Zeit zum „Diözesanleiter der Herzen“. „Er verstand es, den Malteser Leitsatz ‚Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Be-dürftigen‘ in den verschiedensten Aufgabenfeldern der Malteser lebendig werden zu lassen“, würdigt ihn sein Nachfolger, Malteser Diözesanleiter Hans-Georg von Mallinckrodt: „Es ist uns Auftrag und Verpflichtung, auf das von ihm gelegte Fundament weiter aufzubauen.“ Richard-Franz Freiherr von Bechtolsheim ist Träger des Anerkennungszeichens der Malteser Jugend, der Malteser Plakette in Gold, des Caritaskreuzes in Gold, des Kommandeurskreuzes und des Großoffizierskreuzes „pro merito melitensi“ des Souveränen Malteser Ritterordens, der Bayerischen Staatsmedaille in Silber sowie des Bundesverdienst-kreuzes 1. Klasse.

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