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Malteser Würzburg

Malteser begleiten über 350 Kranke und Behinderte zum Pontifikalamt mit Bischof Friedhelm – Pilgerspeisung im Dom einmalig in Deutschland

11.07.2013

Ein Jahr länger als sonst mussten sie auf „ihre“ Wallfahrt warten. Wegen der Renovierung des Kiliansdomes musste im vergangenen Jahr der traditionelle Zweijahresrhythmus der Wallfahrt für Kranke und Menschen mit Behinderung ausgesetzt werden. Aber heuer ist es wieder soweit: Aus der ganzen Diözese Würzburg bringen die Malteser Kranke und Behinderte zum Würzburger Dom, um ihnen die Teilnahme an der Kiliani-Wallfahrtswoche zu ermöglichen. „Wir tun dies aus alter Tradition“, erklärt Malteser Stadtbeauftragter Klaus-Dieter Bopp aus Würzburg. „Begleitung und Betreuung von Pilgern und die Hilfe für Bedürftige ist jahrhundertealte Aufgabe der Malteser.“ Und die Krankenwallfahrt ist für alle Beteiligten ein Höhepunkt in der Kilianiwoche. Für die teilnehmenden Menschen mit Behinderung, weil sie ohne die Unterstützung der Malteser meist nicht die Möglichkeit hätten, überhaupt nach Würzburg zu den Häuptern der Frankenapostel zu kommen. Und für die eingesetzten ehrenamtlichen Malteser Helferinnen und Helfer „sowieso, weil an diesem Tag unser Leitsatz ‚Bezeugen des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen’ so unmittelbar greifbar wird.“

Weit über 350 Menschen haben sich für die Wallfahrt angemeldet. Fast 60 Malteser-Busse werden sie aus Aschaffenburg oder aus Kitzingen, aus den Haßbergen oder der Rhön, aus Marktheidenfeld oder Würzburg abholen. Für manchen beginnt so der Wallfahrtstag bereits sehr früh, wenn um acht Uhr morgens die Malteser vor der Tür stehen. „Bei den zu erwartenden hohen Temperaturen kann der Tag für die Teilnehmer dann sehr anstrengend sein“, so Bopp. Am Dom werden die Rollstuhlpilger von anderen Malteserhelfern empfangen und zu den Plätzen im leergeräumten Querschiff begleitet.

Höhepunkt für viele Kranke und Behinderte ist nach dem Pontifikalamt, das maßgeblich von Caritas-Mitarbeitern mitgestaltet wird, die persönliche Begegnung mit Bischof Friedhelm. Dazu wird den Wallfahrern eine Kleinigkeit zur Stärkung gereicht. Mit der Speisung im Dom folgen die Malteser auch einer alten Pilgertradition, die in der Form in Deutschland wohl einzigartig ist. „Wir haben 800 Würstchen mit Brötchen, 400 Hörnchen, etwa 300 Liter Kaltgetränke und etwa 100 Liter Kaffee und Tee vorbereitet“, erzählt Stadtbeauftragter Bopp von den Vorarbeiten zur Krankenwallfahrt. Schließlich wollen ja nicht nur die seelischen sondern auch die leiblichen Bedürfnisse gestillt werden. Daher werden die Malteser auch während des Gottesdienstes den Gläubigen immer wieder Wasser anbieten, denn die Erfahrung zeige, dass „Kranke und Menschen mit Behinderung gerade bei Aufregung nicht ausreichend trinken“, so Bopp.

Bei der Krankenwallfahrt sind rund 100 ehrenamtliche Malteserhelfer im Einsatz. Sie werden auch in diesem Jahr wieder tatkräftig unterstützt durch ehrenamtlich engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas. Gemeinsam werden sie den Teilnehmern einen möglichst reibungslosen und ereignisreichen Wallfahrtstag bieten können: als Fahrer der Busse, als Helfer beim Parkplatzdienst auf dem Paradeplatz, beim Aussteigen aus den Bussen und dem Begleiten in den Dom oder zur Behindertentoilette, als Sanitäter, Logistiker oder Mitglied der Betreuungseinheit, die die Ausgabe der Speisen und Getränke vorbereitet und durchführt. Außerdem sind ein Rettungswagen, ein Krankenwagen sowie verschiedene Logistikfahrzeuge vor Ort.

Malteser bei der Kilianiwallfahrt:

Die Malteser sind während der gesamten Kiliani-Wallfahrtswoche in jedem der 16 Gottesdienste mit ausreichend Sanitätern präsent. Der Sanitätsraum ist in der Sepultur untergebracht und mit dem Malteserkreuz gekennzeichnet. Hier befinden sich neben mehreren Feldbetten auch die medizinische Ausrüstung für die Erste-Hilfe sowie ein automatischer externer Defibrillator (AED.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE22 3706 0120 1201 2223 00  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7