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Malteser Würzburg

Veränderungen beim Malteser Besuchsdienst: neue Leitung – Besuche zuhause – neue Helfer gesucht

Da sein für einsame Menschen

23.01.2013
Maria Lahner (links) gibt die Leitung des Malteser Besuchsdienstes an Gabriele Fröhlich (rechts) ab. Zusammen mit dem Stadtbeauftragten Klaus-Dieter Bopp freuen sie sich auf neue Helferinnen und Helfer.
Maria Lahner (links) gibt die Leitung des Malteser Besuchsdienstes an Gabriele Fröhlich (rechts) ab. Zusammen mit dem Stadtbeauftragten Klaus-Dieter Bopp freuen sie sich auf neue Helferinnen und Helfer.

Mit 28 Jahren hat man schon einiges erlebt und Erfahrungen gesammelt. Zeit, daraus Konsequenzen zu ziehen und eventuell neue Wege einzuschlagen. Das dachten sich auch die Verantwortlichen beim Malteser Besuchsdienst Würzburg. 1985 als einer der ersten Malteser Besuchsdienste deutschlandweit unter dem Namen „Malteser Aktion 12 x 8“ gegründet, wollte man ursprünglich das Personal in Alten- und Pflegeheimen unterstützen. Einmal im Monat, meist am Wochenende, gingen also die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Heime, um einen Tag lang für die Bewohner da zu sein, vorzulesen, mit ihnen zu spielen, spazieren zu gehen usw. Zwar wurde die zeitliche Festlegung bald gelockert, damit Helfer und Besuchte flexibler auf die Wünsche und Bedürfnisse des jeweils anderen eingehen konnten, aber die Ausrichtung auf Bewohner von stationären Einrichtungen blieb. „Dies werden wir jetzt erweitern um einsame alte Menschen, die noch in den eigenen vier Wänden leben, sich aber genauso über einen Besuch freuen würden“, erklärt Klaus-Dieter Bopp, Stadtbeauftragter der Malteser Würzburg. Damit wollen die Malteser auch der Tatsache Rechnung tragen, dass die meisten Menschen erst im hohen Alter in Pflegeheime umziehen und sich aber vorher ebenso nach Zuwendung und gemeinsam verbrachter Zeit sehnen.

Mit der Erweiterung des Angebots einher geht eine Veränderung in der Leitung der Gruppe. Maria Lahner, die den Besuchsdienst seit fast 13 Jahren leitete, gibt die Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen an Gabriele Fröhlich ab. Als Helferin bleibe sie „natürlich dabei, denn die Begegnung mit den Besuchten gibt mir so viel“, erzählt Lahner. Ihre Nachfolgerin kam 2007 über die Hospizausbildung zu den Maltesern, hat sich im letzten Jahr im Bereich Besuchsdienstleitung fortgebildet und möchte nun „die bestehende Vernetzung mit dem Hospizdienst noch verstärken, denn oft geht ja ein Besuchsdienst in eine Hospizbegleitung über“ sagt die 55jährige. Und dann noch mehr junge Leute für diesen Dienst zu begeistern, das wäre ein schöner Erfolg im ersten Jahr. Optimistisch stimmt sie dabei, dass derzeit unter den fast 30 Helferinnen und Helfern, die sich in sieben Alten- und Pflegeheimen in Würzburg engagieren, auch mehrere Studentinnen sind, die über den Internetauftritt zu den Maltesern gefunden haben. Mit Spannung sehe sie daher auch dem ersten Informationsabend im März entgegen, bei dem neue Helfer für den Besuchsdienst gesucht werden. Was sollte ein solcher Helfer mitbringen? „Er sollte liebenswürdig sein und ein offenes Herz haben für die Menschen und die Aufgabe, die er übernimmt“, da sind sich Maria Lahner und Gabriele Fröhlich einig. Und der Rest ergebe sich dann von ganz allein.

Der Informationsabend findet statt am 11. März 2013 um 19 Uhr in den Kursräumen der Malteser, Mainaustr. 45a, 97082 Würzburg. Danach schließen sich vier Schulungsabende an sowie ein Erste-Hilfe-Kurs.

Weitere Informationen zum Malteser Besuchsdienst:

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