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Malteser Würzburg

Innenminister Joachim Herrmann lobt Ehrenamtliche im Katastrophenschutz: „Wir brauchen Sie!“

14.10.2011
Bildunterschrift: Gruppenbild mit neuem Auto (von links): Irene Emmerling, Innenminister Joachim Herrmann, Martin Steigerwald, Malteser Landesbeauftragter Carl Joseph Graf Wolff Metternich, Malteser Landesgeschäftsführer Christoph Friedrich (Photo: Bayerisches Staatsministerium des Inneren)

Neues Fahrzeug für die Malteser Würzburg:

Würzburg. Innenminister Joachim Herrmann hat bei einer Veranstaltung zum 'Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011' die Bedeutung des Ehrenamtes und die Notwendigkeit optimaler Rahmenbedingungen für die Ehrenamtlichen unterstrichen: "Den Wert des Ehrenamtes für unsere Gesellschaft kann man nicht hoch genug einschätzen. Gerade beim Schutz der Bevölkerung können wir uns auf die flächendeckende Hilfe unserer engagierten und leistungsstarken Ehrenamtlichen bei Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Technischem Hilfswerk verlassen." Aufgabe des Staates sei es, die Leistungsfähigkeit und Motivation der Ehrenamtlichen durch optimale Rahmenbedingungen und eine bestmögliche Ausstattung zu unterstützen. Der Freistaat Bayern unternehme hier große finanzielle Anstrengungen. Ein mit dem Doppelhaushalt 2009/2010 für zehn Jahre aufgelegtes Investitions- und Beschaffungsprogramm sehe im Katastrophenschutz ein Volumen von 40 Millionen vor. Herrmann: "Die 45 neuen Fahrzeuge, die ich heute an unsere Feuerwehren und Hilfsorganisationen übergebe, stellen mit 2,9 Millionen Euro die größte Einzelinvestition der letzten Jahrzehnte im Katastrophenschutz dar."

Eines dieser neuen Fahrzeuge für den Katastrophenschutz, einen Mannschaftstransportwagen erhielten auch die Malteser Würzburg. Mit ihm können die Schnelleinsatzgruppen im Betreuungsbereich im Bedarfsfall schnellstmöglich Helfer zur Einsatzstelle bringen. Martin Steigerwald und Irene Emmerling, beide ehrenamtlich im Sanitätszug der Malteser Würzburg aktiv, waren extra nach München zur offiziellen Übergabe des neuen Mannschaftstransportwagens gereist und freuten sich über die ermunternden und lobenden Worte des Innenministers.

Innenminister Herrmann betonte, dass Bayern gegenwärtig bei den Ehrenamtlichen noch keine größeren Nachwuchsprobleme habe. So gebe es in Bayern bei der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr rund 450.000 Ehrenamtliche - eine Quote, die kein anderes Bundesland vorzuweisen habe. Herrmann: "Wir dürfen aber nicht verkennen, dass insbesondere der demografische und gesellschaftliche Wandel auf absehbare Zeit dazu führen werden, dass die Nachwuchsgewinnung immer schwieriger wird. Deshalb müssen wir für die ehrenamtliche Tätigkeit werben. Die europaweite Initiative zum 'Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit' ist hier ein wichtiger Beitrag."

Abschließend dankte Herrmann den ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihr vorbildliches und unermüdliches Engagement. Der Innenminister: "Allen Ehrenamtlichen sage ich heute: Wir brauchen Sie! Für ihr ehrenamtliches Engagement, bei dem sie nicht nur ihre Freizeit opfern, sondern in besonderen Situationen ihre eigene Gesundheit und ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, sage ich Ihnen meinen herzlichen Dank. Was sie Tag ein Tag aus für das Gemeinwohl leisten, ist unbezahlbar und verdient höchste Anerkennung!"

Hintergrund: Mannschaftstransportwagen (MTW)

  • Die 38 MTW kosten insgesamt 1,8 Mio. € (Einzelpreis über 47.000 €). Die MTW sind bestimmt für die Schnell-Einsatz-Gruppen Betreuung der Hilfsorganisationen. Sie sollen schnellstmöglich Personal zur Einsatzstelle bringen. Sie verfügen über die erforderliche Kommunikationsausstattung und führen einen Notfallrucksack sowie weitere technische Ausrüstungsgegenstände in einem Regalsystem mit sich.
  • Die MTW ergänzen konzeptionell die bereits 2009 und 2010 an die Hilfsorganisationen übergebenen 57 Krankentransportwagen (KTW), die bei einem Massenanfall von Verletzten Garant für effiziente Hilfe und schnellen Abtransport Verletzter sind.

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