Navigation
Malteser Würzburg

Ehrenamtliche Malteser bestehen Prüfung für den Feuerwehr-Führerschein– intensive Ausbildung - große Fahrzeuge brauchen besondere Übung

13.08.2011
Auch ein Fahrsicherheitstraining mit Brems- und Ausweichübungen war Teil der Malteser Ausbildung für den so genannten Feuerwehrführerschein. Dabei lernten die Teilnehmer unter anderem das richtige Verhalten auf regennasser Fahrbahn. (Photo: Malteser/Christina Gold)

Fahrerschulung:

Würzburg/Schweinfurt. Zehn ehrenamtliche Malteser Helferinnen und Helfer aus Stadt und Landkreis Würzburg sowie Stadt und Landkreis Schweinfurt haben sich der Fortbildung für den so genannten „Feuerwehrführerschein“ und der anschließenden schriftlichen und praktischen Prüfung unterzogen und „neun haben bestanden, was uns Malteser natürlich sehr freut“, fassen Ausbilder Dieter Helmerich und Prüfer Jochen Krieger zusammen. Zuvor hatten die Teilnehmer ihre Kenntnisse in der Fahrtheorie erweitert, haben ausführlich Rangier- und Parkübungen durchgeführt, drei bis fünf begleitete Fahrstunden in einem entsprechenden Malteser Fahrzeug im öffentlichen Straßen erhalten sowie an einem Fahrsicherheitstraining mit „Brems & Ausweichübung“ auf dem Gelände der Bundeswehrkaserne in Veitshöchheim teilgenommen. Damit geht die Ausbildung bei den Maltesern über das vom Gesetzgeber geforderte Mindestmaß weit hinaus. „In der gesamten Ausbildung galt es, die Besonderheiten der größeren Abmessungen, auch der höheren Gewichtsklasse zu vermitteln und ein „Gefühl“ für das Fahrzeug zu bekommen“ erklärt Helmerich.

Die Änderung der Fahrzeugklassen beim Führerschein im Jahr 1999 hat nicht nur die Freiwilligen Feuerwehren vor erhebliche Probleme gestellt sondern auch die Hilfsorganisationen: „Viele unserer Fahrzeuge im Katastrophenschutz und auch die neuen Rettungswagen haben mehr als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, die unsere jungen Ehrenamtlichen nicht mehr fahren durften“, erläutert Frank Weber, Diözesangeschäftsführer. Umso dankbarer ist Weber, dass die Malteser mit Dieter Helmerich und Jochen Krieger zwei ehrenamtliche Fahrlehrer und –prüfer aus den Reihen des Würzburger Stadtverbandes haben, die die Anforderungen für Ausbilder für den so genannten Feuerwehrführerschein erfüllen. Die beiden begannen bereits 1993 ihre Ausbildungsarbeit in der Fahrsicherheit bei den Maltesern sowohl bei der Fahrergrundausbildung also auch bei Fahrsicherheitstrainings für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter.

Nach bestandener Prüfung dürfen folgende die Helferinnen und Helfer nun Einsatzfahrzeuge bis 4,75t mit einem Führerschein der Klasse B fahren: Alexander Eirich, Markus Michel, Andreas Steinisch, Stephanie Steigerwald, Michael Krieger, Sina Wenz, Andreas Gerhard, Johannes Eußner, Sebastian Hebbeler

Hintergrund: Feuerwehrführerschein
Seit 1999 dürfen mit dem Autoführerschein (B) nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen mit leichteren Anhängern gefahren werden. Feuerwehren, Technisches Hilfswerk und Hilfsorganisationen wie der Malteser Hilfsdienst standen nun vor dem Problem, keine ehrenamtlichen jungen Fahrer für ihre teils schwereren Fahrzeuge mehr zu finden. Für Inhaber der gängigen Führerscheinklasse B kam mit dem Feuerwehrführerschein die von den betroffenen Organisationen geforderte Erweiterung – falls sie im Dienste einer Freiwilligen Feuerwehr, eines Rettungsdienstes oder im Katastrophenschutz ihre ehrenamtliche Heimat gefunden haben.

 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE22 3706 0120 1201 2223 00  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7