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Malteser Würzburg

Aus einem zarten Pflänzchen wurde ein blühender Strauß voll des Lebens – Jubiläumsveranstaltungen in ganz Unterfranken

23.03.2011
20 Jahre Malteser Hospizarbeit (Photo: Malteser)

20 Jahre Malteser Hospizarbeit:

20 Jahre Malteser Hospizarbeit in der Diözese Würzburg – was 1991 als kleine, belächelte Idee, als zartes Pflänzchen begann, ist heute mit über 600 ausgebildeten Helferinnen und Helfern und mehr als 25 Gruppen in ganz Unterfranken anerkannter Dienst innerhalb und außerhalb der Malteser und „ein blühender Strauß voll des Lebens“ wie die ehrenamtliche Hospizverantwortliche Martina Mirus in ihrem Grußwort zum Jubiläum sagt.

Und was hat sich nicht alles verändert! Das Engagement der Malteser und ihrer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer orientiert sich stets am Bedarf in der Gesellschaft, und so hat sich auch die Hospizarbeit von der reinen ambulanten Begleitung von Sterbenden sowie von trauernden Angehörigen permanent weiterentwickelt. „Entwicklungen und Veränderungen, von denen wir anfangs wohl nie zu träumen gewagt haben“, freut sich Mirus.

Ein erster Meilenstein war der Beginn der Kooperation mit dem Caritas Seniorenzentrum St. Thekla in Würzburg, wo bereits 1996 das erste von heute vier Malteser Hospizapartments eröffnet wurde. Dort können sterbenskranke Menschen umsorgt von den Pflegekräften des Seniorenheimes sowie der hospizlichen Begleitung durch Malteserhelfer ihre letzten Wochen und Monate des Lebens verbringen.

Ein weiterer großer Schritt war der Startschuss für die Kinder- und Jugendhospizarbeit im Jahr 2003. Den Bedarf hierfür hatten die Malteser in der täglichen ehrenamtlichen Arbeit mit Sterbenden gemerkt, sei es bei der Begleitung von Familien, in denen ein sterbenskrankes Kind lebt, sei es in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die unter dem Verlust eines lieben Menschen leiden und sich in einer Trauergruppe mit Gleichaltrigen austauschen möchten.

Auch der Weg zu hauptamtlicher Entlastung der immer größer werdenden Zahl von Ehrenamtlichen durch einen Referenten in Würzburg und zwei weiteren Koordinatorinnen in Schweinfurt und Aschaffenburg war wichtig. Diese kümmern sich vor allem um die – nicht nur in der Hospizarbeit – so wichtige Vernetzung von ehrenamtlichen Helfern mit Pflegeeinrichtungen, den Palliativstationen in Schweinfurt und Würzburg oder auch dem stationären Hospiz in Alzenau.

Diese so erfolgreiche Entwicklung feiern die Malteser 2011 mit zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen in ganz Unterfranken, organisiert und durchgeführt von den Gruppen vor Ort. Da werden zum Thema Sterben, Tod und Trauer Vorträge und Lesungen angeboten, Filme in Zusammenarbeit mit lokalen Kinos vorgeführt mit anschließender Möglichkeit zum Austausch mit der Regisseurin, die Ausstellung „Lebenszeiten – Lebenszeichen“ in Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg präsentiert, die Palliativpatienten im Portrait zeigt und vieles mehr.

Auftakt macht die Lesung „Ackermann und der Tod“ am 3. April 2011 um 20 Uhr in der St. Alfons-Kirche in Würzburg. In dem mittelalterlichen, aber hochaktuellen Stück hadert ein Bauer mit dem viel zu frühen Tod seiner geliebten Frau und gerät darüber in ein sehr emotionales Streitgespräch mit dem „Sensenmann“ persönlich. Der Eintritt ist – wie bei fast allen der Veranstaltungen – frei.

Bleibt bei soviel guter Arbeit noch ein Ziel, bleiben Wünsche offen? „Eigentlich wünsche ich mir, dass wir die Hospizarbeit nicht mehr bräuchten, weil in jedem Menschen die Fähigkeit zum mitmenschlich Nahe-sein angelegt ist. Es braucht dazu meist nur etwas Mut, Offenheit, Ehrlichkeit und Zeit."“, so Mirus abschließend. Aber dieser Traum bleibt wohl unerfüllt, weiß die Hospizverantwortliche. „Deshalb wünsche ich mir noch mehr Akzeptanz und immer mehr Menschen, die sich für den Hospizgedanken begeistern können.“

 

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