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Malteser Würzburg

Sozialküche St. Petersburg

Essen für Hunderte - Nahrung für die Seele

Die Schere zwischen Arm und Reich in St. Petersburg geht immer weiter auf. Insbesondere die Alten scheinen von Staat und Gesellschaft vergessen.

Sie haben ihr Leben lang gearbeitet, teilweise Krieg und die Blockade von St. Petersburg miterlebt. Aber angemessene Renten erhalten sie nicht. Miete, Medikamente, Lebensmittel – das Geld reicht hinten und vorne nicht. Alte Menschen, die unter dem sowieso schon niedrigen Existenzminimum leben, müssen am Wichtigsten sparen: am Essen.

Diese Menschen kommen in unsere Malteser Sozialküche im Zentralbezirk von St. Petersburg, im Herzen einer Millionenstadt, die hinter dem glänzenden Prunk aus Zarenzeit und dem Luxus der „neuen Russen“ die tägliche Armut versteckt.

Und die Malteser helfen – mit Ihrer Hilfe!

Wir brauchen dringend Ihre Hilfe!

Eine Änderung der prekären Situation in St. Petersburg ist nicht absehbar. Im Gegenteil: Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf.

Die Arbeit der Malteser in St. Peterburg wird ausschließlich von Spendengeldern aus Deutschland, hauptsächlich aus dem Gebiet der Diözese Würzburg finanziert.

Die Malteser sind daher dringend auf Spenden angewiesen!

Für knapp 1 Euro (inklusive Personal- und Lebensmittelkosten) können die Malteser ein vollständiges, sättigendes Mittagessen kochen.

30 Euro finanzieren einen Monat lang ein tägliches Essen für einen Rentner.

Etwa 400 Euro brauchen wir jeden Tag, um all unseren Gäste ein Essen geben zu können.

Bitte spenden Sie!

Sozialküche - was tun wir da?

Seit 1992 engagieren sich die Malteser aus der Diözese Würzburg in St. Petersburg.

1998 wurde mit Unterstützung des Malteserordens sogar ein „Malteser Hilfsdienst“ in St. Petersburg beim Register eingetragen – der bislang einzige in ganz Russland.

Unsere russischen Malteserfreunde verteilen täglich bis zu 400 kostenlose Essen an Arme, Rentner, Behinderte sowie kinderreiche Familien. Oft bekommen diese Menschen in der Malteser Sozialküche die einzige Mahlzeit des Tages, die sie nicht selten noch mit der Familie Zuhause teilen.

In ihrem schweren Alltag finden sie bei den Maltesern auch ein offenes Ohr für ihre vielfältigen Probleme - und ein Herz, das ihnen zugeneigt ist.

Ein Stück Menschlichkeit in einer kalten Umgebung.

Bitte unterstützen Sie uns!

Rimma, 78 Jahre, erzählt

Rimma, 78 Jahre, kommt täglich zu den Maltesern.

Sie erzählt:

"Ich lebe in einem kleinen Zimmer in eine Kommunalka. Bad, Toilette und Küche teile ich mit mehreren Mitbewohnern. Ich habe noch Glück, ich habe dies alles in der gleichen Wohnung. Eine Freundin muss immer zwei Etagen hoch steigen, um in die Küche zu kommen. Wenn ihr die Gelenke zu sehr schmerzen, schafft sie es nicht. Meine Nachbarn haben mir schon mehrmals gedroht, dass sie mir etwas antun wollen, aber ich bleibe bis zu Ende; es ist sowieso nicht mehr lang. Hier lebten meine Vorfahren, mein ganzes Leben ist hier vergangen, hier sind noch Freunde geblieben. Ich halte durch, auch wenn’s schwer ist. Für mein Zimmer zahle ich im Monat ergünstigt 500 Rubel, für Strom extra 150 Rubel, 200 Rubel für’s Telefon und für Lebensmittel gegen 60 Rubel am Tag: und da ist nur das Notwendigste dabei, wie Brot, Kefi r, Quark, Kartoffel, Nudel, bisschen Fleischwurst, das war’s – und das sind schon 2000 Rubel zusammen! Medikamente kommen noch dazu: allein im letzten Monat habe ich dafür 950 Rubel ausgegeben. So kommen wir im Ganzen auf 3800 Rubel Und meine Rente beträgt jetzt, nachdem sie mir als ehemaligen KZHäftling erhöht wurde, 4000 Rubel. Und dabei geht es mir noch vergleichsweise gut – viele meiner Freundinnen müssen mit dem Existenzminimum für Rentner von 2350 Rubel auskommen. Wie das dann gehen soll, weiß niemand. Die Malteser Küche ist unsere ganze Hoffnung und Stützung. Denn dort kommen wir nicht nur, um zu essen; das ist unser „Club“ geworden, hier erfährt man alle Neuigkeiten und man schwätzt ein bisschen. Ja, ohne Geschwätz können wir gar nicht, irgendwo muss man Dampf ablassen. Allerdings esse ich in der Küche schon seit Jahren! Man kocht hier richtig gut. Und die Frauen sind so nett. Immer sprechen sie freundliche Worte mit uns. Was für ein Segen. Und vorher musste ich sogar leere Flaschen sammeln, um über die Runde zu kommen."

Andere Projekte in Petersburg

Die Sozialküche ist das größte Projekt der Malteser in St. Petersburg, Herz und Ausgangspunkt für ihr Engagement für die Ärmsten der Armen in der Millionenstadt. 

Darüber hinaus engagieren sie sich aber auch stark in der Obdachlosenhilfe, bauen einen Besuchsdienst für einsame Menschen auf und kümmern sich um behinderte Kinder und Jugendliche.

Weitere Informationen

Ansprechpartnerin

Christina Gold
Referentin für Spenden und Nachlässe
Tel. (0931) 4505-221
Fax (0931) 4505-229
E-Mail senden
Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE22 3706 0120 1201 2223 00  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7